Spirit of Fuerteventura

Fuerteventura Reiseführer & Lifestyle Magazin

Nun ja, Fuerteventura ist in der Tat eine karge Insel mit wenig Vegetation und Fauna, aber bei näherem Hinsehen werden Sie über das, was die Insel zu bieten hat: erstaunt sein: Die reinen Linien des weiten Horizonts mit vielen Schattierungen von Grau, Ocker und Blau, die freie und unverstellte Aussicht auf Land und Meer, die beeindruckenden geologischen Formationen, die lokale Kultur und die vielen Möglichkeiten für Freizeit & Spaß.

Willkommen auf Fuerteventura, der Insel, die Sie überraschen wird!

Und herzlich willkommen auf unserer Webseite "Spirit of Fuerteventura", ein Ferien- und Reiseführer, der Ihnen die wichtigsten Info's in kurzer und angenehmer Form vermitteln kann und - so hoffen wir - zu Ihrem persönlichen Urlaubsberater werden wird.

Geographische Geschichte.
Fuerteventura ist Teil der afrikanischen Kontinentalplatte und ist das Ergebnis einer Kombination von tektonischer und vulkanischer Aktivität. Vor ca. 70 Mio. Jahren wuchsen Vulkane aus dem relativ jungen Atlantik- Meeresboden und schufen eine Unterwasser-Geographie vulkanischen Ursprungs. Später - etwa vor 20 Mio. Jahren - wurde die gesamte afrikanische Platte in diesem Gebiet bis über den Meeresspiegel angehoben, bildete die Insel, und diese wurde fortan durch die Erosion geformt. In jüngerer Zeit - etwa vor 2 Mio. Jahren - hatte die Insel häufige Perioden vulkanischer Aktivität und die allerjüngsten werden auf ein Alter von etwa 6.000 bis 4.000 Jahre datiert. Es scheint Beweise dafür zu geben, dass Fuerteventura einmal 3 große Vulkane hatte, von denen jeder etwa die Größe des Teides auf Teneriffa hatte: Einer im Norden, einer im Zentrum (ca. Betancuria) und einer im Süden (Pico de Zarza - Cofete). Sie verschwanden durch Erosion und grosse Erdrutsche (die noch vom Weltraum aus gesehen werden können). Interessant zu sehen, dass die Ost-West-Straße von Corralejo nach Lajares / El Cotillo der alten (50.000 Jahre) Küstenlinie von Fuerteventura folgt. Danach haben Eruptionen aus einer Reihe kleinerer Vulkane nördlich von Lajares und auf Lobos etwa 100 qkm neues Land geschaffen. Aus diesem Grund können Sie immer noch weiße Hügel und Dünen rund um Villaverde, La Oliva, Lajares und El Roque zu sehen.

Fuerteventura ist die zweitgrößte der Kanarischen Inseln (und die am nächsten zu Afrika) und liegt ca. 100 km von der Sahara-Westküste Afrikas entfernt. Sie wird von Geologen als die älteste Insel des Archipels angesehen und ist mit 100 km Länge und 31 km Breite auch die am wenigsten entwickelte und pro Quadratkilometer die am wenigsten bevölkerte Insel (die letzte Volkszählung war etwa 100.000 Einwohner). Wenn man das mit den anderen großen Inseln vergleicht, Teneriffa (800.000), Gran Canaria (600.000) und Lanzarote (142.000), dann ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie ruhig und unbesetzt es hier ist.

Geschichte Menschen und Politik.
Es besteht keine Gewissheit darüber, wer die ersten Ankömmlinge auf der Insel waren und wann genau sie gelandet sind. Es gibt eine Reihe von Hypothesen, aber die wahrscheinlichste bezieht sich auf einen gemeinsamen Ursprung von Ureinwohnern und Berbern. Basis hierfür sind libysch-berberische Inschriften, die auf Bergen gefunden wurden, wo diese berberischen Siedler, auch Majos genannt, lebten. (Bitte beachten Sie die Ähnlichkeit mit dem heutigen Namen der Einheimischen "Majoreros"). Man glaubt dass diese auf Fuerteventura vor rund 3000 Jahren Fuss gefasst haben.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Insel von Jean de Bethencourt und Gadifer de la Salle erobert. Damals gab es 2 Königreiche, eines im Norden namens Maxorata, regiert von Guize, und eines im Süden, Jandía, regiert von Ayose. Kurz nach dem Einmarsch wurden die beiden Könige getauft und änderten ihren Namen in Luis und Alfonso. Kurze Zeit später zogen sie in die Hügel rund um Betancuria. In Betancuria gründeten Franziskaner das Kloster von San Buenaventura, deren Ruinen noch heute besichtigt werden können.

Fuerteventura war Privateigentum zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert. Danach wurde es Teil der kanarischen Inseln.

Wirtschaftsgeschichte.
Massgebliche wirtschaftliche Tätigkeit begann erst nach Ankunft von Jean de Bethencourt. Davor - und auch während der wachsenden wirtschaftlichen Aktivität zwischen Fuerteventura und dem spanischen Festland - waren die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten zu dieser Zeit reine "Überlebenswirtschaft" mit nur lokalen Auswirkungen.

Hauptwirtschaftszweige waren Landwirtschaft und Viehzucht. Fischen füllte nur die "Lücken" zwischen saisonalen landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Mit den sehr primitiven Gerätschaften wollte sich keiner weit hinaus trauen, wie man vielleicht verstehen kann. So lebten die meisten Leute nicht am Ufer, sondern im Inneren der Insel. Weitere Gründe um im Inneren der Insel zu leben waren die Verfügbarkeit von Süßwasser-und ein besserer Schutz vor Piraten. Erst später, als die Bedrohung durch Piraten abgenommen hatte, wurden einige Dörfer entlang der ruhigeren Ostküste gebaut, und in der Nähe der "Barrancos", der Flussbetten.

Aufgrund des leicht salzigen Wasser aus Brunnen, und seiner knappen Verfügbarkeit, war die Landwirtschaft auf einfache und leicht zu ziehende Gemüse wie Tomaten, Weizen, Gerste, Kichererbsen und Linsen begrenzt. Um das wenige Wasser zu sammeln bauten die Bauern Dämme um ihre Grundstücke und Terrassen an den Hängen der Hügel. Diese Konstruktionen kann man immer noch auf der ganzen Insel zu sehen.

Im 17. Jahrhundert brannten die Menschen auch eine salzige Pflanze afrikanischer Herkunft, "Cosco" genannt, als Rohstoff für Soda. Die überwiegende Mehrheit dieses Produkts wurde von den Engländern gekauft.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde viel Kalk gebrannt, hauptsächlich in der Gegend um Ajuy, und dann, bis etwa 1950, auf das spanische Festland verschifft. Diese Tätigkeit war die letzte Möglichkeit für für ein Einkommen, wenn wieder mal der Ertrag aus Landwirtschaft und Viehzucht unsicher war wegen der unvorhersehbaren klimatischen Bedingungen. Es wird berichtet, dass diese Tätigkeit eine der wichtigsten Ursachen für die massive Zerstörung des Waldes auf Fuerteventura war, neben dem Holzverbrauch für Bau und Feuer zum Kochen.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine neue Einnahmequelle durch den Anbau der "cochinilla" Larven erschlossen, ein winziges Insekt, das auf bestimmten Kakteen lebt und aus dem der rote Farbstoff zum Färben erzeugt wird. Nach der Erfindung der synthetischen Form des Farbstoffes im Jahre 1880, starb das Geschäft in der Folge. Die Reste der alten Kakteengärten kann man noch in der Gegend um Pájara sehen. Und wenn der Regen für 5 Jahre in Folge ausblieb, wurde Fuerteventura wirklich eine Wüste und viele Einwohner wanderten nach Lateinamerika aus.

Tomaten wurden in industrieller Form seit dem Jahre 1927 angebaut, vor allem rund um Antigua und Tiscamanita, aber der Zweite Weltkrieg und die Steuern für den Export, die die Regierung erhob, hat der Initiative die Unterstützung entzogen.

Eine weitere Initiative war der Anbau von "Agaven", aus denen die Sisal-Fasern gewonnen werden, um als Material für Textilien und Taschen verwendet zu werden. Aufgrund der niedrigeren Kosten von Kunstfasern war diese Initiative wenig erfolgreich.

Viehzucht wird vor allem mit Ziegen, die fast überall gedeihen, betrieben. Sie werden für ihre Milch, die die Grundlage für den berühmten Ziegenkäse "Queso de Cabra" bildet, gehalten. Die Qualität ist ausgezeichnet und entspricht internationalen Standards. Ein Beweis dafür sind die vielen internationalen preise und Auszeichnungen und das amtlich anerkannte Label "Queso Majorero". Es gibt 3 große Klassifizierungen: "Tierno" (weich), "Semi-Curado" (mittel-hart) und "Curado" (hart). Der Geschmack des "Tierno" ist sehr sanft und angenehm - auch für Kinder - und gar nicht, was Sie von einem normalen Ziegenkäse wie zu Hause erwarten. Bitte tun Sie sich einen Gefallen und versuchen sie alle, beginnend mit dem "Tierno".

Ab den 1960er Jahren wurde der Tourismus zur neuen Einnahmequelle. Im Anfang war Fuerteventura nur für die "happy few", die die klaren Vorteile der Insel entdeckt hatten und wegen des Klima hierblieben. Einige Quellen besagen, dass es mit einigen Belgiern anfing, die vor der Revolution im Kongo flohen in den 60er Jahren, und ein ähnliches Klima und ähnliche Lebensweise suchten. Sie bauten eines der ersten Hotels auf der Insel: Das HOPLACO in Corralejo, das direkt am Strand gelegen ist und dessen Name für "HOTEL PLAGE CORRALEJO steht".

Die meisten der neuen touristischen Komplexe sind außerhalb der Ortschaften gebaut oder auch in "der Mitte von Nirgendwo", so dass ihre Auswirkungen auf die lokale wirtschaftliche Dynamik recht begrenzt ist. Aus diesem Grund findet man sehr schöne Plätze in Fuerteventura mit traditionellen Gebäuden und Gebräuchen. Der Eindruck, den man von Fuerteventura gewinnen könnte, wenn man sich nur in den touristischen Zentren aufhält, deckt sich überhaupt nicht mit dem, was man im Inneren der Insel erleben kann.

Öffnen Sie Ihren Geist und bereiten Sie sich vor auf eine erstaunliche Entdeckungsreise ...

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